Dark Arcana: The Carnival

Vor kurzem habe ich über das Spiel „Tibetian Quest : Beyond The World’s End“ geschrieben und angekündigt das ich über weitere Spiele schreiben werde. „Dark Arcana: The Carnival“ ist das nächste Spiel von dem ich begeistert bin.

„Dark Arcana: The Carnival“ beginnt mit einem Besuch einer Mutter mit ihrer Tochter auf dem Jahrmarkt. Sie begeben sich in das „Haus der Ängste“ – ein Geisterhaus. Beim verlassen des Gebäudes geht die Kleine vor, ihre Mutter ist nur wenige Meter von ihrer Tochter entfernt als plötzlich sich die Tür schließt und sich nicht mehr öffnen lässt. Die Mutter verschwindet anschließend spurlos. Die Tochter wendet sich an die Polizei die den gesamten Rummelplatz schließt und durchsucht. Leider ohne Erfolg. Doch der zuständige Detective möchte nicht aufgeben und weiter Nachforschungen anstellen. Sie ist die Protagonisten die man spielt. Nach und nach wird die traurige Geschichte um den Inhaber Jim und seiner Frau und deren Tragödie. Doch schnell stellt die Polizistin fest das etwas nicht stimmt. Sie findet den Zugang zu einer anderen Welt, der „Spiegelwelt“. Ein gruseliger, mysteriöser und aufregender Trip durch eine andere Welt, wo nichts so ist wie es scheint. Während man sich durch die unzähligen Quests und Rätsel arbeitet stellt man fest das die Befreiung der armen Mutter nicht das einzige Ziel ist. Den eine bösartige Kreatur, der „Schatten“, will aus der Spiegelwelt, die sein Gefängnis ist, ausbrechen und alles Sein zerstören. Wird man die gesamte Welt retten können? Das findet ihr am Besten selbst raus.

Alle Szenen und Wimmelbilder sind von Hand gezeichnet und in exzellenter Bild-Qualität. Anders als bei ähnlichen Spielen dieses Genres sind auch die Video-Sequenzen in guter Qualität. Das Spiel startet aus Steam sehr schnell. Und auch ein neues oder gespeichertes Spiel wird innerhalb von Sekunden geladen.

Die Szenen und Gegenstände sind außerordentlich interaktiv. So muss man z. B. um eine Tür zu öffnen mit einem Klick den Schlüssel ins Loch stecken, mit einem weiteren Klick dreht man den Schlüssel und mit dem letzten Klick betätigt man den Türknauf. Viele Gegenstände können auch kombiniert werden. So kann man beispielsweise aus einem Holzgriff, Leim und einem Hammerkopf einen funktionstüchtigen Hammer herstellen den man wiederrum einsetzen kann um andere Gegenstände zu reparieren oder zu zerstören. Manche Gegenstände wie z. B. Windspiele kann man zwar betätigen, sie bewegen sich dann auch und geben einen Ton von sich, nützlich sind diese Gegenstände jedoch nicht. Sie sind sozusagen ein Gimmick.

Die Mini-Spiele und Rästel sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Es gibt z. B. ein Mini-Spiel bei dem man einen Greifarm-Automaten bedienen muss um einen Teddy-Bären zu gewinnen. Die vielen Wimmelbilder sind schön gezeichnet, animiert und nicht zu schwer aber auch nicht zu leicht. Man kann die Wimmelbilder alternativ auch mit dem Kartenspiel „Monaco“ lösen. Außerdem gibt es – zum Glück – keine Klick-Strafe. Sowas nervt mich immer…

Manche Gegenstände oder Schalter sind einfach nicht zu erreichen weil sie z. B. auf dem Dach eines Hauses oder ganz oben auf einem Strommasten liegen. Hier hat man einen kleinen Helfer: „Miles“ der niedliche kleine Affe. Er klettert in schwindelerregenden Höhen oder zwängt sich unter einem Zaun durch. Etwas vergleichbares habe ich in den vielen Point & Click Adventuren die ich bisher gespielt habe noch nicht gesehen. Miles ist einfach super.

Die Spielzeit beträgt ca. 3 Stunden. Das Spiel enthält außerdem ein Bonus-Level, das nochmal eine weitere Stunde Spielspaß bietet. Wenn man das Spiel durch hat kann man alle Wimmelbilder noch einmal spielen. Die weiteren Bonus-Inhalte sind Bildschirm-Hintergründe, Musik, Konzept-Design und Filme.

Als ich „Dark Arcana: The Carnival“ erwarb war es im Steam-Angebot für nur 2,39 €. Der reguläre Preis ist 7,99 €. Angebot oder nicht, das Spiel ist den Preis wert. Ich kann es jeden der auf Adventure-Games steht wärmstens empfehlen! Das Spiel ist übrigens von Artifex Mundi entwickelt worden. Artifex Mundi Spiele sind allgemein von hoher Qualität.

Systemvoraussetzungen

  • Betriebssystem: Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8
  • Prozessor: 1.5 GHz – 2 GHz
  • Arbeitsspeicher: 512 MB – 1 GB
  • Speicherplatz: 1 GB

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